8 Insights, wie du dich durch Selbstreflexion zu einer besseren Führungskraft entwickelst

Aktualisiert: 24. Juni

Führungskräfte stehen vor immer vielfältigeren Herausforderungen. Führung bedeutet heute weniger Macht und Kontrolle und stattdessen mehr Beziehungsarbeit. Permanente Veränderungen fordern zunehmend Flexibilität und neue Kompetenzen, wie etwa Change Management. Bei diesen sich stark wandelnden Anforderungen hilft vor allem Eines: Selbstreflexion. Denn wer sich selbst kennt, kann sich und andere leichter durch komplexe Situationen navigieren.


Was hält uns davon ab, zu reflektieren?

Wenn es einfach wäre, würden es alle tun. Doch Selbstreflexion verlangt uns einiges ab. Viele Menschen beschäftigen sich vorwiegend mit ihren positiven Eigenschaften und verdrängen gerne die Negativen. Andere haben sich daran gewöhnt, ihre positiven Eigenschaften aus Bescheidenheit herunterzuspielen und räumen ihren Negativen einen zu hohen Stellenwert ein. Selbstreflexion erfordert aber ein ehrliches und kritisches Auseinandersetzen sowohl mit unseren Stärken als auch mit unseren Schwächen. Dies ist anfangs ungewohnt und will daher gelernt und geübt sein.

Oft ist im Alltag auch einfach keine Zeit für Reflexion, weil man mit operativen Themen und Dringlichkeiten zugedeckt ist. Wer sich allerdings bewusst regelmäßig Zeit nimmt, um an seiner Weiterentwicklung zu arbeiten, sichert sich einige Vorteile.


3 konkrete Benefits von Selbstreflexion für Führungskräfte

  • Man ist besser für künftige Situationen gerüstet. Die Zukunft ist zwar immer ungewiss, man kann sich aber auf den Umgang damit vorbereiten. Wer durch Reflexion aus den eigenen Erfahrungen systematisch lernt, kann ähnliche und neue Situationen in der Zukunft besser einschätzen und so das eigene Handeln kontinuierlich verbessern.


  • Die eigenen Prioritäten werden klarer. Selbstreflexion schafft einen Raum, in dem man sich auf seine Prioritäten und auf die zugrundeliegenden Bedürfnisse besinnen kann. Prioritäten sind unerlässlich für die Zielerreichung, werden aber oft vom tagesaktuellen Geschehen in den Hintergrund gedrängt. Wer reflektiert, verliert die eigenen Prioritäten und Bedürfnisse nicht so schnell aus den Augen.


  • Typische Fehler werden vermieden. Reflexion ermöglicht es uns, sowohl aus eigenen Fehlern, als auch aus denen von anderen, zu lernen. Wer sich bewusst mit einer problematischen Situation, die er:sie erlebt hat, auseinandersetzt, wird diese wohl in Zukunft anders angehen.

5 Schritte zum erfolgreichen Reflektieren

Grund genug, direkt in die Reflexion zu starten! Reflexion passiert auf der Metaebene. Das heißt, die persönliche Wahrnehmung aus einer möglichst neutralen Perspektive ist wichtig. Grundsätzlich gilt: Gedanken, Emotionen, Bedürfnisse wahrnehmen hilft, sie durch Bewertung aufzuschaukeln schadet. Diese fünf Schritte helfen auf dem Weg zum erfolgreichen Reflektieren:


1. Achte auf die richtige Atmosphäre & Stimmung Reflexion funktioniert nur im richtigen Rahmen. Dazu braucht es eine ruhige Atmosphäre und die richtige Stimmung. Das bedeutet konkret: keine Reflexion, wenn zu viel Stress herrscht! Wichtig ist, sich wirklich die Zeit zum Reflektieren zu nehmen.

2. Setze dir ein klares Ziel für die Reflexion Reflexion kann vergangenheits-, gegenwarts- oder zukunftsbezogen sein. Wenn du in die Selbstreflexion startest, solltest du bereits eine Vorstellung haben, in welche Richtung du reflektieren möchtest. Geht es um dein Verhalten während einem Vorfall letzte Woche, oder doch darum, wie effektiv du gerade in der Erreichung deiner kurz- und mittelfristigen Ziele bist?

3. Folge den richtigen Leitfragen Eine gute Orientierung zum Start der Reflexion können allgemeine Leitfragen sein. Du musst hier auch nicht alles beantworten, sondern vor allem das, was dich in dem Moment am meisten anspricht. Einige beispielhafte Reflexionsfragen lauten:

  • Was ist in letzter Zeit gut gelaufen? Was ist weniger gut gelaufen?

  • Wie habe ich mich in der Situation verhalten? Was war gut daran? Was weniger?

  • Wie sehen mich meine Mitarbeiter:innen? Und wie möchte ich gesehen werden?

  • Worauf arbeite ich hin? Wie effektiv bin ich dabei?

  • Was möchte ich in Zukunft anders machen? Was sollte ich üben/lernen?

  • Wie sieht meiner nächster Schritt diesbezüglich aus?

4. Nimm dir regelmäßig eine halbe Stunde Zeit Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Selbstreflexion ist Regelmäßigkeit. Als Startpunkt eignet sich eine halbe Stunde alle zwei Wochen gut. Tipp: Trage dir die Reflexion auch im Kalender ein und verwende ein eigenes Notizbuch dafür.

5. Betrachte Selbstreflexion als langfristiges Investment Persönliche und professionelle Weiterentwicklung ist, wie so vieles im Leben, ein Marathon und kein Sprint. Effekte werden also vielleicht nicht sofort erkennbar sein. Aber keine Sorge - du wirst davon profitieren, wenn du dran bleibst.


Selbstreflexion als Grundlage für mehr OBERWASSER

Wer sich als Persönlichkeit und/oder Führungskraft weiterentwickeln möchte, kommt an Selbstreflexion nicht vorbei. Dieser kommt am Weg zu Selbstführung eine wichtige Bedeutung zu. Deshalb gibt es bei OBERWASSER nicht nur eine Übersicht und Vorstellung effektiver Reflexionstechniken, sondern auch Guidance beim Start und bei der Entwicklung von Reflexionsroutinen, sowie die Möglichkeit, sich in der nötigen Ruhe und Zeit mit anderen über wichtige Erkenntnisse auszutauschen.


Wenn du weiterführende Fragen hast oder Erkenntnisse teilen möchtest, freut sich unser Head Coach Felix Rüsch über eine Nachricht von dir!

felix@oberwasser.cc

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